Die Basis für eine flexible Wärmeversorgung
Wer einen Neubau plant, sollte auch die Möglichkeit eines Schornsteins frühzeitig berücksichtigen. Aber auch der nachträgliche Einbau in Bestandsgebäuden ist in vielen Fällen möglich. Ein bereits vorhandener Schornstein erleichtert die spätere Installation einer geeigneten Feuerstätte und schafft damit zusätzliche Optionen für die Wärmeversorgung.
Ein Schornstein kann die Gebäuderesilienz erhöhen und zur Versorgungssicherheit beitragen. Er schafft die bauliche Voraussetzung dafür, eine geeignete Feuerstätte als zusätzliche Wärmequelle zu nutzen und unterschiedliche Heiztechnologien miteinander zu kombinieren. So kann eine Feuerstätte beispielsweise eine Wärmepumpe, eine bestehende Öl- oder Gasheizung oder die Versorgung über ein Wärmenetz ergänzen. Damit erhöht ein Schornstein die Flexibilität bei der Auswahl und Kombination unterschiedlicher Wärmeerzeuger. Zudem steigert sich der Wert ihrer Immobilie.
Auch in Mietwohnungen kann der Anschluss einer Feuerstätte grundsätzlich möglich sein. Hierfür kann sowohl ein bestehender Schornsteinzug als auch ein nachträglich errichteter Schornstein infrage kommen. Voraussetzung sind die entsprechenden technischen und baulichen Gegebenheiten sowie die erforderlichen Abstimmungen, unter anderem mit dem Vermieter und dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.
Für Neubauten stehen darüber hinaus aufeinander abgestimmte Systemlösungen aus Schornstein und Feuerstätte zur Verfügung. Solche Konzepte eignen sich insbesondere im Fertigbau.
Sind die baulichen und technischen Voraussetzungen gegeben, kann eine Feuerstätte als zusätzliche Wärmequelle die jeweilige Hauptheizung ergänzen.
Zudem kann eine stromunabhängig Feuerstätte auch bei einem Stromausfall Wärme bereitstellen und damit einen zusätzlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.