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Heizen mit Holz: Gemütlich und sicher durch den Winter

11.12.2025

Mit sinkenden Temperaturen rückt das Kaminfeuer wieder stärker in den Mittelpunkt. Viele nutzen ihre Feuerstätten jetzt häufiger und länger, weil Wärme, Flammenspiel und Wohnatmosphäre einfach zusammengehören. Gleichzeitig stellen sich im Alltag immer wieder Fragen zur richtigen Handhabung – insbesondere zu Brennstoffen, Luftzufuhr und dem Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik. Vor diesem Hintergrund hat der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. die wichtigsten Hinweise für einen sauberen und sicheren Abbrand zusammengestellt.

Sauber Heizen: Brennstoffe, Luft und Abbrand

Ein guter Abbrand beginnt mit dem passenden Brennstoff. Trockenes, naturbelassenes Holz mit einer Restfeuchte von höchstens 20 Prozent sorgt für eine hohe Wärmeausbeute. Ofenfertiges Brennholz kann vom regionalen Brennholzhändler bezogen werden. In der Anheizphase sollte die Luftzufuhr vollständig geöffnet sein, damit sich ein kraftvolles Feuer entwickeln kann. Erst wenn ein Glutbett entstanden ist, wird die Luftzufuhr schrittweise angepasst. Wird zu früh gedrosselt, entsteht ein schwacher Abbrand mit hoher Rauchentwicklung.

Auch die Holzmenge spielt eine Rolle: Zwei bis drei Scheite reichen in den meisten Feuerstätten aus. Wird zu viel Brennholz aufgelegt, gelangt zu wenig Luft an das Feuer. Über Nacht sollte kein Schwelbetrieb aufrechterhalten werden – ein vollständiges Ausbrennen und ein neuer Abbrand am Morgen sind effizienter und reduzieren unnötige Emissionen.

Pflege und Wartung

Damit die Feuerstätte zuverlässig arbeitet, sind die vorgegebenen, regelmäßigen Inspektionen des Schornsteinfegers entscheidend. Er stellt sicher, dass Abgasweg und Schornstein frei sind und der notwendige Zug vorhanden ist. Asche und Ruß sollten regelmäßig aus Brennraum und Aschekasten entfernt werden, da verschlossene Luftkanäle die Verbrennung behindern. „Damit das Flammenbild sichtbar bleibt, kann die Sichtscheibe mit einem Spezialschwamm oder einem milden Reiniger gesäubert werden“, so Thomas Schnabel, Wirtschaftsreferent des HKI, der auch darauf hinweist, dass sich ein Blick auf die Türdichtung lohnt. „Schließt die Brennraumtür nicht mehr fest, kann Fehlluft in den Brennraum gelangen. Das beeinträchtigt den Abbrand und führt zu einer verstärkten Verrußung der Scheibe“, so Schnabel weiter.

Gebäude, Lüftung und CO-Melder: Technik richtig kombinieren

In modernen, gut gedämmten Häusern arbeiten viele Geräte mit Ventilatoren – etwa Dunstabzüge oder Lüftungsanlagen. Wenn sie Luft aus dem Gebäude absaugen, kann sich der Druck im Aufstellraum verändern. Im Einzelfall besteht dann die Möglichkeit, dass Rauch in den Wohnraum gelangt. Für einen reibungslosen Betrieb stehen bewährte technische Lösungen bereit: Fensterkontaktschalter erlauben den Betrieb von Abluftgeräten nur bei geöffnetem Fenster, Unterdruckwächter überwachen die Druckverhältnisse im Raum. Zudem lassen sich viele Feuerstätten raumluftunabhängig betreiben. Hierbei wird die Verbrennungsluft über einen separaten Anschluss von außen zugeführt.

Kohlenmonoxid (CO) kann in den Raum gelangen, wenn Verbrennungsgeräte wie Holzöfen oder Gasthermen ihre Abgase durch technische Defekte nicht vollständig abführen können. Da CO farb- und geruchlos ist, lässt es sich ohne technische Hilfe nicht erkennen. Ein CO-Melder ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Zudem sind die Geräte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und Herstellervorgaben regelmäßig zu warten. Der HKI warnt: Holzkohle- und Gasgrills sowie Gasterrassenstrahler gehören ausschließlich ins Freie. Ohne Abgasführung können sie erhebliche Mengen Kohlenmonoxid freisetzen und sind daher für Innenräume nicht zugelassen.

Wer seine Feuerstätte pflegt und die grundlegenden Hinweise beachtet, kann das Kaminfeuer sicher, sauber und unbeschwert genießen. Weitere Tipps, Videos und Checklisten unter www.ratgeber-ofen.de.

Download: Heizen mit Holz: Gemütlich und sicher durch den Winter

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